Leicht könnte man auf die Idee kommen, diesem Liedchen, enthalten in: Unser Liederbuch Ausseerland, Schmalz, Schund oder gar Chauvinismus vorzuwerfen. Ich rate aber dazu, den Inhalt der Textstrophen nicht allzu ernst zu nehmen - so wie bei so vielen Schlagertexten auch - und sich vielmehr an der wunderbaren Melodie zu erfreuen und es ruhig kräftig aus voller Kehle zu singen.

„Soll

Das Liedblatt: Link

Viel Spaß beim Üben und Singen!

Dieses wirklich tief berührende Lied, aufgezeichnet von Wolfi Mayer 1970 in Wolfsberg *), Rumänien, hat das LIEDER-Projekt veranlasst, die Noten in drei Varianten zu setzen bzw. zu veröffentlichen: einmal mit hoher, dritter Stimme im Tenor -  Version 1, dann im engen dreistimmigen Satz des Projekts "LAUTER LIABSTE LIADER" des Bay. Landesvereins für Heimatpflege - Version 2 - und schließlich in einer Version Holzbläserquartett - Version 3. 

Nach Weiterlesen finden sich grundlegende Überlegungen zum Einsatz digitaler Klangbibliothen für Singstimmen, besonders in mehrstimmigen Sätzen.

*): Dieser Link führt zu einer Seite außerhalb des Webangebots des Kulturfördervereins Joseph Schlicht. Den Inhalt dieser Seite steht in der Verantwortung des Wilhelm Scherz, Webmaster von "Karpatenwilli.com". Wilhelm Scherz äußert sich in einem Email-Interview mit der Siebenbürgischen Zeitung vom 15. März 2002 zu seiner Motivation u.a. für den Beitrag über Wolfsberg.


zu "digitale Klangbibliotheken"

Version 1:

Zwar kündigt sich für Anfang Februar 2021 nochmals ein heftiger Wintereinbruch an und auch die Corona-Pandemie will nicht weichen, aber das LIEDER-Projekt hält dagegen.
Mit diesem von Wolfi Mayer in Wolfsberg, Rumänien, aufgezeichneten Lied schreit "da Bua"  tief traurig seinen Weltschmerz in eine gänzlich trostlose Welt hinaus. In diesem Satz ist deshalb dem Tenor die ganz hohe Überstimme anvertraut jund zahlreiche Reibungen und Stimmkreuzungen wollen dies in Musik umsetzen:

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SATB:

Nach 'Weiterlesen' das Lied komplett im LIEDER-Projekt-Modus:

Dieses Volkslied als eines von Dutzenden überlieferter bay. Volks-Lieder im Repertoire des Steinacher Singkreises mag ein Beispiel sein für das freie mehrstimmige Singen sein, welches der Steinacher Singkreis über viele Jahre gepflegt hat: S/A oder T/F, jeweils mit Funktionsbass-Begleitung - hier für die Tonart des Satzes in F - C - B, besser als I - V - IV geschrieben. Außerdem wurde das Strophenlied ein wenig dramatisiert zu einer Art 'durchkomponiertes' Lied: sie fragt - er bettelt - sie wehrt ab - er ist sauer - ...

WerStehtDraußt neu

Hier gibt's das Liedblatt als pdf: Link - und eine Audiodatei aller Strophen im mp3-Format

 

Der Suserl-Zwiefache ist ein besonders beliebter Zwiefacher des Steinacher Singkreises, hier für das LIEDER-Projekt durchaus alternativ und innovativ aufbereitet. Und weil dieser Link - solange es das WorldWideWeb gibt - zur Verfügung steht, auch nachhaltig!

Erich Sepp, ehemals Leiter der Abteilung Volksmusik beim Bay. Landesverein für Heimatpflege, schreibt auf dem Liedblatt LVM 33:
Volksweise, in mehreren Varianten in der Holledau, Niederbayern und Oberpfalz überliefert. Text: 1. und 2. Strophe von Josef Eberwein, Dellnhausen, 3. Strophe Herkunft unbekannt.

Für den Beitrag im LIEDER-Projekt ist mal was durchaus ungewöhnliches, aber ganz nützliches Element hinzugefügt:

Klick 

ChDamour2012Ganz Paris träumt von der Liebe

Über viele Jahre lud der Steinacher Singkreis zu einer Veranstaltungsreihe "Chanson d'amour" ein. Das Repertoire reichte von Liedern eines Oswald von Wolkenstein bis zu Cole Porter, bisweilen wirkten hervorragende Solisten mit.

Im Jahr 2012 waren dies etwa Tamara Nüssl (Mezzospran) und Ursula Heller (Sopran). Der Steinacher Singkreis brillierte mit:

Bildschirmfoto 2021 01 06 um 16.08.46An einem Wochenende im Juni 2013 bereicherte im besten Wortsinne der Steinacher Singkreis eine von Christa Heinl organisierte Autorenlesung. Im besten Wortsinn, weil doch ganz sicher Balladen die passende Beimusik zu einem Krimi sind, bei Förg war es der Oberbayernkrimi "Der Platzhirsch". Eine dieser Balladen war: "Ja und wöi da Höita vom Woid eitreibt":
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 Dort drunten im Tale

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Der Steinacher Singkreis, gegründet 1978, erfuhr von Anfang starke Unterstützung von dem damaligen Pfarrer Ludwig Dotzler. Dennoch wollte er nie nur 'Kirchenchor' sein, auch wenn der wohl überwiegende Teil seines Repertoires dem geistlichen Liedschatz zuzuordnen ist.

Auf dem Bild nebenan der noch ganz junge Singkreis bei einer bestbesuchtesten Veranstaltung im Schützenkeller in Steinach, dem "Schee g'müatli beianand".

In diesem Kategorie-Blog nun ein Überblick über das Repertoire des Singkreises sowie einige Beispiele aus dem weltlichen Teil des  Notenpools des Steinacher Singkreises. Viele Werke darin sind die Jahre über bereits im Sinne des LIEDER-Projekts 'innovativ' aufbereitet.