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Die hierfür ausgewählten Werke entstammen frühen Zeiten liturgischer Musik: Gregorianik, Renaissance. Der Vorschlag selbst macht im Wesentlichen ein Angebot der Gestaltung des Propriums einer katholischen Messfeier.

Nach "Weiterlesen" gibt es konkrete Ordinariums- und Propriums-Vorschläge zur Liturgie mit Audio-Dateien, zB:

 

 

  • Kyrie-Ruf für Vorsänger und Gemeinde, etwa GL 128 (Mainzer Dom-Messe)
  • Antwortgesänge nach den Lesungen
  • Halleluja-Ruf nach dem Evangelium
  • Proprium zur Gabenbereitung: GL 817 (Adóro te devóte) - Unter dieser Nummer findet sich die Notation in 5 Linien. Allerdings sollte die 4-Linien-Notation des gregorianischen Chorals schon noch gelesen werden können, gehört der gregorianische Choral doch zum erhaltenswerten abendländischen Kulturgut! Im GL findet sich diese Notation leider nicht mehr, unter GL 497 eine Fünfzeilen-Notation der dt. Übersetzung: "Gottheit tief verborgen". Der Text stammt von Thomas von Aquin, 1263/64, eingeführt anlässlich des Hochfestes des Leibes und Blutes Christi 1264 durch Papst Urban IV. Die Melodie stammt aus dem Frankreich des 17./18. Jahrhunderts, ist also nicht mehr original gregorianisch, fußt aber vermutlich auf dem gesungenen Gebet des Thomas von Aquin. Die Ursprünge des gregorianischen Chorals sind an die 1000 Jahre älter als diese Melodie aus Frankreich. Die erste Notation gregorianischer Melodien erfolgte vermutlich in "Dirigierzeichen", die sog. Neumen.
    Papst Johannes Paul II. rief das 27. und letzte Jahr seines Pontifikates als „Jahr der Eucharistie“ aus. Seine Weihnachtspredigt 2004 widmete er dem Thema Adoro te devote und selbst auf der im Internet veröffentlichten Weihnachtskarte (vgl. Weblinks) schrieb er in zittriger Schrift: „Adoro te devote […] In Nativitate Domini 2004“.
Adore te ab 1:35
 
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  • mehrstimmiger Chorsatz nach der Kommunionausteilung,
    • etwa GL 394: Laudate Dominum, gesetzt für vierstimmigen Männerchor - oder:
    • M: Pierre Davantès, Genf 1562 - Satz: Benedicta Ebner, 2020

       Ps105MaennerChorBES1Ps105MaennerChorBES2

Hier gibt's das Liedblatt als pdf: Link - und die mp3-Klänge des Gesamtsatzes und der hervorgehobenen Einzelstimmen

4-st:   

T1:   T2: 

B1:   B2: 

Übrigens: Herzlichen Dank an Benedicta Ebner, welche meinen Satz für Männerstimmen von vielen Fehlern und Ungeschicklichkeiten befreit hat - Danke!

Übrigens, wir wären mit diesen Ansätzen nicht in schlechter Gesellschaft: Michael Routschka, seit 2011 Kirchenmusiker im Bischöflichen Ordinariat Eichstätt - Stabsstelle Amt für Kirchenmusik und zuständig für die musikalische Ausbildung der Alumnen, schrieb einmal: "In der katholischen Liturgie ist der einstimmige Gesang einer Vorsängergruppe im Wechsel mit der Gemeinde unverzichtbarer Bestandteil der Gottesdienste. Dieser Aufgabe widmet sich unsere Männerschola ..."